Herzlich Willkommen


Liebe Kunden der Lippe-Apotheke,

Zu hoher Blutdruck tut nicht weh ...
Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt sind in Deutschland Todesursache Nummer 1. Jedes Jahr sterben ca. 500.000 Menschen an den Folgen eines zu hohen Blutdrucks. Dabei läßt sich eine Vielzahl dieser Erkrankungen vermeiden, wenn sie rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden. Wann ist der Blutdruck zu hoch? Wie oft sollte man ihn kontrollieren lassen? Gibt es abgesehen von der Arzneimitteltherapie zusätzliche therapeutische Maßnahmen? Ein hoher Blutdruck tut nicht weh, und gerade das macht ihn so gefährlich. Unbehandelt überlastet er auf Dauer die Blutgefäße, ihre Wände verhärten, was - gleich einem Teufelskreis - zu einer weiteren Erhöhung des Blutdruckes führt. Die Folgen sind: Arteriosklerose, Schlaganfall und Herzinfarkt.

Nicht jeder erhöhte Blutdruck ist ein Bluthochdruck
Auch der Blutdruck des gesunden Menschen unterliegt gewissen Schwankungen. Er steigt am frühen Morgen relativ stark an, fällt im Laufe des Vormittags wieder ab, steigt nochmals am Nachmittag und sinkt nachts auf niedrige Werte. Körperliche Anstrengung oder Streß können ebenfalls die Ursache einer Erhöhung des Blutdruckes sein. Dieser Druckanstieg ist allerdings kein Hochdruck, sondern eine normale, physiologische Anpassung des Kreislaufs. Ist der Blutdruck allerdings dauerhaft über den Normwert erhöht, so spricht man von Hypertonie. Über die Ursachen der häufigsten Form (90 bis 95%), der sogenannten essentiellen Hypertonie, ist noch wenig bekannt. Die Behandlung richtet sich gegen die Symptome - der Blutdruck wird gesenkt - nicht gegen die Ursachen.

Blutdruckmessen - aber richtig!
Um einen erhöhten Blutdruck festzustellen, reicht eine Einzelmessung nicht aus. Es ist inzwischen nachgewiesen: viele Menschen haben beim Arzt einen anderen, meist einen höheren Blutdruck, auch "Praxis-Hochdruck" oder "Weißer-Kittel-Hypertonie" genannt. Die Ermittlung des Blutdrucks sollte deshalb nicht auf die gelegentliche Kontrolle beim Arzt beschränkt bleiben. Selbstmessen oder den Blutdruck regelmäßig in der Apotheke kontrollieren lassen, heißt Gesundheitsvorsorge zu praktizieren. Entscheidend für die Aussagekraft der Werte ist, daß sie möglichst immer zur gleichen Tageszeit bestimmt werden. Am besten morgens und abends, gegebenenfalls vor der Tabletteneinnahme und auf jeden Fall vor dem Essen. Vor der Blutdruckmessung sollte man eine ca. fünfminütige Ruhepause einlegen, denn körperliche Anstrengung, Essen oder Streß können zu einem kurzfristigen Blutdruckanstieg führen. Der Blutdruck sollte immer im Sitzen ermittelt werden. Bestimmungen, die direkt nacheinander durchgeführt werden, können unterschiedliche Werte ergeben. Ebenso können Messungen am linken und am rechten Arm zu verschiedenen Ergebnissen führen. Daher sollte die Blutdruckkontrolle immer am linken Arm erfolgen und zwischen den einzelnen Messungen eine kleine Pause eingelegt werden.

Buchführung in Sachen Blutdruck
Mit Hilfe eines Blutdruckpasses ist es sowohl für den Arzt als auch für den Patienten leichter, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie der Blutdruck sich zum Beispiel im Laufe einer Arzneimitteltherapie verhält. Jede Messung wird vom Patienten eingetragen. So lassen sich Blutdruckkurven erstellen und Arzt und Patient können kontrollieren, ob und in welchem Ausmaß die therapeutischen Maßnahmen Erfolg haben. Blutdruckpässe bekommt man in Apotheken.

Eigeninitiative ist gefragt
Wird ein Bluthochdruck vom Arzt diagnostiziert, so heißt es: Nicht den Kopf in den Sand stecken, Aktivität ist gefragt. Die Erfolge sind beachtlich. Ein erhöhter Blutdruck kann durch Abbau von je fünf Kilo Übergewicht um 8 bis 12 mmHg gesenkt werden. Ausdauertraining reduziert ihn um 5 bis 10 mmHg, dabei hat sich beispielsweise Walking - schnelles, dynamisches Gehen - als optimale körperliche Betätigung in jedem Lebensalter herausgestellt. Bei einem Training drei- bis viermal die Woche über 20 bis 40 Minuten sollte eine Pulsfrequenz von 180 minus Lebensalter nicht überschritten werden. Natürlich kann man auch andere Sportarten betreiben, die Hauptsache ist: Bewegung! Reduktion der Kochsalzzufuhr und Verzicht auf Alkohol und Zigaretten führen ebenfalls zu einer Blutdrucksenkung um mehrere mmHg.



Ihr Klaus Winterseel und das Team der Lippe-Apotheke


Apotheken Umschau



(C) 2006 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken